Studio Hamburg Postproduction

„Es gibt kein Böses“ | Berlinale Flair in der Postproduction

„Es gibt kein Böses“ | Berlinale Flair in der Postproduction | V4 Stand 18.02.2020

„Es gibt kein Böses“ | Berlinale Flair in der Postproduction

Für die diesjährige 70. Jubiläum der Berlinale hat die Studio Hamburg Postproduction am Wettbewerbsilm „Es gibt kein Böses“ („There Is No Evil“) vom iranischen Regisseur Mohammad Rasoulof im Auftrag der Hamburger Cosmopol Film mitgewirkt. Der 150 minütige Film wird am 28.02.2020 als Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale laufen und hat somit Chancen, den Goldenen Bären zu gewinnen.

Der Regisseur Mohammed Rasoulof wurde 1972 in Shiraz im Iran geboren. Schon während seines Studiums widmete er sich intensiv der Filmwelt und drehte mehrere Langfilme, die im Iran aufgrund seiner Darstellung des iranischen Systems zensiert wurden. 2010 wurde er während Dreharbeiten verhaftet und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Für seine Filme erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderem 2017 den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“ bei den Filmfestspielen in Cannes für das Drama „A Man of Integrity“.

Ob der iranische Regisseur bei der Weltpremiere seines Films anwesend sein wird, ist zweifelhaft. Noch immer darf der im vergangenen Jahr in seinem Heimatland verurteilte Filmemacher den Iran nicht verlassen. Mohammed Rasoulof wird seit Jahren vom FILMFEST HAMBURG und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) solidarisch begleitet.

In „Es gibt kein Böses“ geht der Regisseur in vier Episoden der Frage nach, inwieweit Menschen in einer autoritären Herrschaft für ihr Handeln selbst verantwortlich sind, ganz gleich, was sie anderen antun. Zwischen Widerstand und Überleben ringen die vier Protagonisten um individuelle Freiheit in einer organisierten Unterdrückung. Die Protagonisten fragen danach, bis zu welchem Grad individuelle Freiheit in einem despotischen Regime überhaupt möglich ist.

 „Wir sind stolz und dankbar für die Möglichkeit, in diesen bewegten Zeiten mit zum Gelingen dieses wichtigen und mutigen Films beitragen zu dürfen. Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg für den bevorstehenden Wettbewerb und wünschen uns, dass Mohammed Rasoulof zukünftig ohne Repressalien seiner leidenschaftlichen Arbeit für den Film nachgehen darf und jederzeit wieder in seine Wahlheimat Hamburg zurückkehren kann.“ sagt Tammo Steinmetz, Geschäftsführer der Studio Hamburg Postproduction.

„Es gibt kein Böses“ ist eine Koproduktion aus Deutschland und dem Iran. Produzenten sind Mohammad Rasoulof, Kaveh Farnam und Farzad Pak. Die Tonmischung übernahm Philipp Kemptner, den Dialogschnitt Daniel Wulf und die Projektleitung unsere Kollegin Wibke Melanie Becker.

Über uns
Die Studio Hamburg Postproduction ist das führende Postproduktions-Unternehmen Norddeutschlands und ein Teil der Studio Hamburg Gruppe.

Auf über 4.000 qm Produktionsfläche an den Standorten Hamburg, Berlin, Lüneburg und München arbeiten über 50 festangestellte und exzellent ausgebildete Mitarbeiter. Wir bieten Lösungen für die gesamte Aufgabenpalette der Postproduktion. Das Portfolio reicht dabei von klassischen Postproduction-Services für TV und Kino über den Sektor Film- und Archiv, in dem die manuelle und digitale Restauration von Film- und Tonträgern im Fokus steht.

Weitere Informationen unter postproduction.de

Pressekontakt
Studio Hamburg GmbH
Jana Sokolinski
Jenfelder Allee 80 | 22039 Hamburg
Tel.: 040 6688 2207
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