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DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS: Olga Gredig in der Kategorie „Szenenbild“ für die Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen nominiert

DUTSCHKE - SCHÜSSE VON RECHTS

Berlin, 21. September 2021. Die Nominierten der Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAfF) gibt die diesjährigen Nominierten bekannt. Darunter Olga Gredig, welche in der Kategorie „Szenenbild“ der Produktion DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS nominiert ist.

Zum neunten Mal vergibt die DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN am 13. November 2021 den unabhängigen Branchenpreis für herausragende Einzelleistungen im deutschen Fernsehen in Berlin. Über 100 prominente, aber auch bisher unbekannte Film- und Fernsehschaffende aus ganz Deutschland, sind Anwärterinnen und Anwärter für die Auszeichnungen der DAfF. Dieser Preis wird nicht von einer Jury verliehen – die rund 800 Mitglieder der Akademie, kreative Film- und Fernsehschaffende aller Gewerke, stimmen intern gemeinsam über die insgesamt 21 Gewinner*innen unter ihnen ab. Mehr.

DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS

Am 11. April 1968 wird in West-Berlin ein Attentat auf Rudi Dutschke verübt. Er gilt als Wortführer und Symbolfigur der gesellschaftskritischen, linksgerichteten Studentenbewegung. Als Hassfigur rechter Medien und der Neonazis, steht er wie kein zweiter für die Radikalisierung einer antiautoritären Bewegung. Dutschke überlebt die Schüsse schwerstverletzt, das Attentat löst die größten politischen Unruhen in der noch jungen Bundesrepublik aus. Mit dem Dokudrama DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS zeigen die preisgekrönten Autoren Cordt Schnibben und Peter Dörfler, wie sich die westdeutsche Gesellschaft damals spaltete und wie diese Spaltung eine Spirale der Gewalt in Gang setzte, die in dem Attentat auf Dutschke mündete: die Genesis einer Eskalation. Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 auf einer Demonstration von einem Polizisten erschossen wurde, markierte den Wendepunkt.

Bisher galt Rudi Dutschke als Opfer eines geltungssüchtigen, kriminellen Einzelgängers. Die Autoren liefern hier nun einen neuen Blick auf den Mordanschlag. Der Attentäter Josef Bachmann war Teil der Neonazi-Szene im niedersächsischen Peine, nahm dort an Schießübungen teil. Beim Waffenhändler der rechtsradikalen Gruppe besorgte er sich Pistolen und Munition und verübte mit ihnen Anschläge auf die innerdeutsche Grenze.

DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS dokumentiert, wie schon damals die Unterschätzung des Rechtsterrorismus die Arbeit von Polizei und Gerichten prägte. Auf Grundlage von bisher unbekanntem Archivmaterial und selten ausgewerteten Akten beschreibt der Film, wie Attentäter Bachmann sich in der Zeit vor dem Mordversuch auf Rudi Dutschke in der militanten Neonazi-Szene seines Wohnorts bewegte. Die Autoren gehen u. a. der Frage nach, warum die Ermittlungsbehörden in Niedersachsen zwar Bachmanns Waffenlieferanten verhörten, aber Bachmanns neonazistisches Umfeld im Gerichtsverfahren keine Rolle spielte.

Neben Zeitzeugen wie unter anderem Knut Nevermann, Rainer Langhans, Stefan Aust, Barbara Sichtermann, Peter Wensierski, Thomas Giefer, Bahman Nirumand und Gretchen Dutschke, liefert Rudi Dutschke selbst die wichtigste Beschreibung seiner Person. Mit zahlreichen, teils selten gezeigten Originalszenen und aus Tagebucheintragungen und Reden destillieren die Autoren eindringlich seine Sicht auf die Ereignisse, die im Laufe eines Jahres zu den Schüssen auf ihn führten.

DUTSCHKE – SCHÜSSE VON RECHTS ist eine Produktion der Cinecentrum Hamburg im Auftrag des NDR und RBB. Peter Dörfler hat die Regie übernommen und ist gemeinsam mit Cordt Schnibben für das Buch verantwortlich.

Produzentin ist Dagmar Rosenbauer, die Redaktion im NDR hat Eric Friedler und Silke Schütze, im RBB Rolf Bergmann.

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